Gansey
Rezension,  Stricken

Ganseys – am Stück gestrickt

Auf das Buch „Ganseys – am Stück gestrickt“ von Beth Brown-Reinsel aus dem Stiebnerverlag und überhaupt auf Ganseys bin ich durch den Frickelcast aufmerksam geworden. Dort wurde die Neuerscheinung des Buches beworben und es hat mich direkt interessiert. Noch am selben Tag habe ich mir das Buch bestellt.

Das Buch macht erst einmal einen sehr guten ersten Eindruck. Besonders begeistert hat mich, dass man auch komplett durch die Geschichte der originalen Ganseys der schottischen Fischer geführt wird und während dem Lesen des Buches schon einen kleinen Probepulli strickt. Mein Probepulli hat gut geklappt, also fing ich an meinen Gansey zu planen.

Gansey

Es sollte ein dunkelblauer Pullover für meinen Opa werden. Er hatte sich einen von mir gewünscht. Ich habe mich für die Wolle Big Merino von Drops entschieden. Das Garn kenne ich schon lange und es ist schön glatt und glänzend. Dort kommen Zopfmuster gut raus. Nach dem Abmessen und der Maschenprobe ging es ans Muster zeichnen. Im Buch ist ein Link enthalten, über den man zu seiner Maschenprobe passendes Kästchenpapier ausdrucken kann. Das hat wirklich super geklappt! Sowas Praktisches! Hier seht ihr meine Vorlage für den Rumpf und die Ärmel.

Gansey

Den Pullover habe ich von unten nach oben in der Runde gestrickt. Das Muster hat sich so auf Rück- und Vorderseite wiederholt, sodass die Fehler sich hin Grenzen hielten, haha. Ich habe auch die Zwickel unter den Armen eingestrickt, die im Buch empfehlen wurden. Das ist wirklich ein cooler Kniff und sieht auch originell aus. Brust- und Rückenteil wurden dann getrennt gestrickt.

Gansey

Um die Schultern zu verbinden, habe ich mich für einen Schultersteg entschieden. Dort wurde es etwas knifflig, da ich glaube, dass dort ein Übersetzungsfehler passiert ist. Die Beschreibung passte nicht zu dem im Buch dargestellten Bild. Ich konnte es mir dann anhand des guten Bildes selbst erklären und strickte Schulterstege auf beiden Seiten.

Die Arme wurden dann von den Schulterstegen und aufgenommen Maschen aus den Armlöchern in der Runde gestrickt. Mir gefällt besonders gut, dass das Muster der Schulterstege auf dem Arm fortgeführt wird. Leider musste ich den Arm dann doch kürzer stricken als geplant. So ist er vor dem Bündchen etwas weit geworden… zu spät bemerkt.

Gansey

Den Halsbund habe ich in 2re/2li gestrickt und ihn dann doppelt nach innen umgenäht. Mein Opa wollte gerne einen Reißverschluss vorne im Pullover haben. Also nähte ich per Hand meinen ersten Reißverschluss ein. Es klappte direkt erstaunlich gut.

Gansey

Der Gansey ist ein tolles Einzelstück geworden. Leider muss ich jetzt im Nachgang nochmal das Rumpfbündchen auftrennen und das Rückenteil mit verkürzten Reihen verlängern. Mit verkürzten Reihen im Nacken hätte das verhindert werden können, aber das war leider im Buch nicht beschrieben und ich hatte auch nicht dran gedacht. „Ganseys – am Stück gestrickt“ hat einen sehr gut auf dem Weg zum eigenen Design begleitet. Alle Arbeitsschritte sind toll erklärt und verschiedene Möglichkeiten dargestellt. Der historische Bezug zum Gansey als Arbeitskleidung der schottischen Fischer kommt super rüber. Es gibt im Buch auch fertige Anleitungen bei denen ich mir Inspirationen geholt habe. Es hat mir großen Spaß gemacht das Muster auszutüfteln und meine eigenen Ideen darin zu verwirklichen.

Wie gefällt euch mein Gansey? Oder habt ihr auch schon einen gestrickt? Schreibts mir gerne in die Kommentare 🙂

Eure Jule

Werbung, unbezahlt und alles selbst gekauft.

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